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AFRICAN DANCE

Installation (9 Japanpapierfahnen, Tusche, Acryl, Soundaufnahmen aus Gambia) 2007

„Der Tanz wird zur Suche nach dem eigenen Körper und zur einfachen und verbindenden Sprache zwischen unterschiedlichen Kulturen.“ Aus Barbara Brugger: „Tanzen zwischen Himmel und Erde“

 

Bei der Recherche zum Thema Afro Tanz stieß ich unter anderem auf alte Blindzeichnungen von mir, die ich schon mal zum Thema Tanz gemacht hatte und ihre Dynamik und Ästhetik inspirierte mich. Etwa zeitgleich entstand die Idee, mit farbigen Füßen auf Papier zu tanzen und so die Spuren des Tanzens sichtbar zu machen. Die Bewegung der Füße ist die Basis des afrikanischen Tanzes und meist wird Barfuß auf dem nackten Erdboden getanzt. Auch in meinen Arbeiten bilden die Fußspuren die Basis und sind in Erdfarben gehalten. Die Körperbewegung ist in Blindzeichnungen festgehalten. Bei den Blindzeichnungen stellte ich mir meinen Körper in einem bestimmten Bewegungsmoment des Tanzes vor und folgte dann innerlich und mit dem Stift den Umrisslinien dieser Körperhaltung. Es ging mir nicht um die Darstellung meines Körpers, sondern um die Darstellung meiner Bewegung. Mit der Blindzeichnung konnte ich diese Bewegung in ihrem Entstehungsmoment festhalten, im Moment der gedanklichen Vorstellung. Zu jeder Bewegung entstanden etwa 10 bis 20 Zeichnungen, Auswahlkriterien waren dann Proportionalität, Dynamik, Größe, Linienverlauf und ästhetische Wirkung. 

Je nach Bewegungstyp, ob schwer und nach unten strebend, oder leicht und nach oben strebend, wählte ich auch die Linienstärke und den Farbauftrag mit den Füssen. Mal sind die Fußspuren zart und transparent, mal zerriss das Papier beim Tanzen und die Farben sind dunkel und pastos.

 

Die musikalischen Aufnahmen entstanden während meines Aufenthaltes in Gambia (2007) und sollen das repräsentieren, was die bildende Kunst nicht darstellen kann: einen zeitlichen Verlauf, einen Prozess, ein entscheidendes Element des Tanzens. 

 

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MIKROKOSMEN

Graphische Arbeiten (Japanpapier, Pappe, Papier, Tusche, Acryl) 2007

Abruckverfahren mit Japanpapier auf Pappe oder Papier auf Pappe

Farb und Strucktursuche, Faszination für Details, Ausschnitte und das was in ihnen sichtbar wird.

Auswahl kleiner Stücke, die wiederum auf Pappe geklebt wurden und mit Tusche weitergeführt

 

Fragestellung:

 

Was sehe ich? 

Was macht meine Phantasie aus abstrakten Bildern?

Wie und warum mache ich mir das abstrakte konkret?

Warum sehen andere Menschen etwas Anderes als ich, wenn sie auf das gleiche Bild schauen?

Ist es möglicherweise auch bei konkreten Bildern so?

Wie subjektiv ist die Wahrnehmung?

Sara Buschulte - Mikrokosmos 1
Sara Buschulte - Mikrokosmos 2
Sara Buschulte - Mikrokosmos 3
Sara Buschulte - Mikrokosmos 4
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URZELLE

Installation (begehbares Siebeneck. Holz, LED, Molton, Herztonsound) 2009 - 2011

 

Während meiner Schwangerschaft habe ich regelmäßig Schattenrisse meines Körpers auf Papier malen lassen.

Irgendwann entstand die Idee einen Raum zu bauen, in dem der Betrachter nur die Schattenrisse als leuchtende Körperprofile sehen kann und in dem es ansonsten dunkel ist. Es sollte ein von der Außenwelt weitgehend abgeschlossener Raum sein, der eine gebärmutterähnliche Situation simuliert. So ergab sich eine doppelwandige Konstruktion mit LED-Schläuchen in den Zwischenräumen. Dadurch leuchten die Körperprofile permanent und rot, entsprechend dem Licht, was das Kind im Mutterleib sieht. Von der Decke des Raumes hängt ein Kopfhörer, über den die Herztöne eines ungeborenen Kindes zu hören sind, ein  etwas unheimliches Geräusch, da der Herzschlag von Embryos doppelt so schnell ist, wie der eines Erwachsenen. Die Urzelle ist ein Raum, der zum Ursprung des Lebens zurückführen soll.

Sara Buschulte - Körperprofil 1 Urzelle
Sara Buschulte - Körperprofil 2 Urzelle
Sara Buschulte - Körperprofil 3 Urzelle
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Flickenteppich

Installation

(Leinwand, schwarzer Faden 2012)

 

Diese Arbeit ist eine Weiterführung der Arbeit  Rahmenhandlung.

Gedanken von Dekonstruktion und Rückführung spielen eine Rolle. Fertige Leinwände werden wieder auseinandergenommen und in Holzrahmen und Stoffstücke zerlegt. Die einzelne Stoffstücke werden wieder zusammengenäht, es entstehen sichtbare Nähte, Narben. Die Leinwände werden nicht auf Holzrahmen gespannt sondern in die Luft. Sie schweben, wie ein fliegender Teppich, bilden einen doppelten Boden, werden von der Schwerkraft und den Spannfäden zu einem Objekt geformt, dass an eine Blüte erinnert. Weiße Leinwände, Unschuld. 

Es ist was es ist und wenn man will kann es doch viel mehr sein. 

Das Material allein ruft eine Ästhetische Wirkung hervor, wird zum Kunstobjekt.

Über jede Leinwand laufen zwei schwarze Fäden, die sich kreuzen. Verneinung, Entwertung, Zweckentfremdung. Sie „malen“ Linien. Je nach dem wie die Installation gehängt wird reagieren die Fäden darauf, kräuseln sich, fallen zu einer Seite, das Kreuz verschiebt sich. 

Sara Buschulte - Flickenteppich
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Rahmenhandlung

Installation

(Japanpapier, Transparentpapier, Taschentücher, Strukturpasten, Acryl, Öl, Tusche auf Leinwand 2012)

 

Ausgangspunkt dieser Arbeiten waren Fragen nach Funktion und Grenzen der abstrakten Malerei und des Bildes an sich. Was ist ein Bild? Wann ist ein Bild ein Bild? Was passiert wenn ein Bild beweglich wird, in den Raum geht, plastisch wird?

Auflösung der Begrenzung durch den Rahmen. Beweglichkeit statt Fläche. Dreidimensionalität. Sichtbarkeit der Rückseite der Leinwand: Der Malgrund selbst wird sichtbarer Teil des Objekts. Das Bild wird entmystifiziert. Es wird sichtbar was es eigentlich ist, ein Stück Stoff mit Farbe. Material.

Was ist der Rahmen eines Bildes? Seine Begrenzung? Sein Halt? Seine Form? Ein Teil des Bildes? Kann ein Rahmen selbst Bild oder ästhetisches Objekt werden? 

Wie funktionieren Farben? Wann sind sie harmonisch, wann ästhetisch? Wann ist ein abstraktes Bild fertig? Wann gut? Wann schlecht?

Ich experimentierte zunächst mit Farben und Strukturen. Für die Strukturen benutzte ich verschiedene Pasten, Japanpapiere, Transparentpapier oder auch  Taschentücher. Die Farben wurden mal mit dem Spachtel, mal mit Schwämmen oder Tüchern auf- und auch wieder abgetragen. 

In einem zweiten Schritt, habe ich die Leinwände von ihren Rahmen gelöst und verdreht, geknickt oder gewölbt. Entstanden sind in den Raum greifende Objekte, die den Betrachter auffordern andere Sichtweisen einzunehmen. Die leeren Rahmen sind Teil der Installation und werden selbst zu Objekten, die gleichwertig neben den bemalten Leinwänden hängen.

Schattengewächs
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Installation

(Bleistift und Tusche auf Japanpapier 2012)

Ich habe Schatten von Pflanzen, die auf Wänden oder dem Boden auftauchten, nachgezeichnet und über mehrere Wochen auf einer Japanpapierrolle gesammelt und dann mit Tusche nachgearbeitet. Entstanden ist eine 6 Meter lange Arbeit, die ein Schattengewächs zeigt, dass aus verschiedensten Pflanzenteilen zusammengewachsen ist.

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MANDALA

Installation (Afrikanische Stoffe, Fahrradfelgen) 2015

 

Die Installation wurde für den Aufenthaltsraum der Firma Grip in Dortmund entworfen. 

Das Mandala stammt ursprünglich aus verschiedenen religiösen Bereichen (Tibetischer Buddhismus, Hinduismus) ist aber auch bei den Ureinwohnern Nordamerikas zu finden.

Beim schaffen eines Mandalas geht es um eine Art meditative Konzentrationsübung. Alles richtet sich auf einen Mittelpunkt hin aus, Die Farben und Formen sollen bestimmte Bereiche der Psyche stimulieren. Ich habe bei meiner Arbeit bewusst mit diesen Aspekten gespielt und bunt gemusterte, afrikanische Stoffe verwendet und in runde Kreise geschnitten. Dabei habe ich absichtlich das Muster des Stoffes gebrochen und zum Teil auch den Mittelpunkt des Musters verschoben, so dass das entstehende Mandala einen dezentralen Punkt bekam. Der Stoff wurde mit Hilfe kleiner Metallfedern in eine Felge gespannt. Ich wählte drei verschiedene Größen und achtete auf die jeweilige Einzigartigkeit jedes einzelnen Mandalas.

Ich wollte damit im Gegensatz zur Meditation eine Irritation beim Betrachter auslösen, ihn auffordern genau hin zu schauen, wach zu werden und lebendig, die Verspieltheit der Farben und Formen zu entdecken und sich an ihrer Vielfalt zu freuen, offen zu sein für neue Ideen und Möglichkeiten, nicht immer alles so wie gewohnt zu sehen und zu erwarten. 

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STRANDSALAT

Fotographien von Seetang 2019

Bei einem Strandspaziergang in Schweden fielen mir die figurativen Formen kleiner Seetangreste ins Auge und ich begann verschiedene Formen zu fotographieren und später so zu bearbeiten, dass die einzelnen Körper in den Vordergrund treten. Mich faszinierte die Assoziation zu verschiedenen menschlichen Körperteilen, sowie die ganz eigene Körperlichkeit der Pflanzen und ihr Zusammenspiel, dass wiederum verschiedene Beziehungsaspekte spiegeln kann. Auch Farb- und Formverlauf hatten für mich eine besondere Ästhetik,  die ich durch die Bearbeitung der Fotos noch betonte. Enstanden ist eine Serie von Bildern, die ich augenzwinkernd "Strandsalat" nannte, um einen Hinweis auf ihren Ursprung zu geben, der manchmal kaum noch zu erkennen ist.

Sara Buschulte - Figur 1
Sara Buschulte - Figur 1

Sara Buschulte - Figur 6
Sara Buschulte - Figur 6

Sara Buschulte - Figur 13
Sara Buschulte - Figur 13

Sara Buschulte - Figur 1
Sara Buschulte - Figur 1

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LANDART

Fotographie und Film von LandArtProzessen 2019/2020

Gegenstände aus der Natur in einen neuen  Zusammenhang bringen. Formen und Strukturen entwickeln, Farben anordnen und eine Ästhetik finden. Die entstandenen Werke dann aber wieder der Natur überlassen und somit der Metamorphose und Vergänglichkeit. Nur durch Fotographie oder Filmaufnahme kann dieser Prozess festgehalten werden. Das Kunstwerk entsteht, verändert sich und vergeht schließlich, wie alles Leben in der Natur. 

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SARA BUSCHULTE

Geboren 1983 in Herdecke

 

2003 Abitur an der Rudolf Steiner Schule in Dortmund

 

2003-2004 Fernstudium für Literarisches Schreiben an der Cornelia Goethe Akademie in Frankfurt am Main

 

2005-2008  Studium an der Universität Bielefeld in den Fächern Kunst und Musik und Germanistik mit dem Abschluss Bachelor oft Arts.

 

2006 / 2007  9. Platz beim Bielefelder Kurzgeschichtenwettbewerb „Poetry Award“

 

2007 Künstlerischer und musikalischer Abschluss an der Universität Bielefeld mit Ausstellung und Konzert zum Thema „Fremdes Vertraut“. Rauminstallation zum Thema afrikanischer Tanz.

  

Seit 2008 selbständig tätig als Musikerin und Künstlerin

 

2014-2016 Studium Jazzgesang an der Glen Buschmann Jazzakademie, Dortmund

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Ausstellungen/ Installationen:

 

Januar 2005 Katharinen - Hospital Unna, Zeichnungen

 

April 2009 Seniorenhaus Vinzenz, Dortmund. Malerei und Fotographie.

Gemeinschaftsausstellung mit Johanna Goedert

 

Februar 2011 Torhaus Rombergpark, Dortmund. Fremdes vertraut, Vertrautes fremd. Installationen und graphische Arbeiten. Einzelausstellung

 

März 2012 MOSES Kultur erlebBar, Dortmund. Was es wa(h)r. Was es ist.

Malerei und Objekte. Gemeinschaftsausstellung mit Heike Bachert.

 

September 2012 Atelierfest mit Werkschau, Dortmund Sölde. Malerei, Installation, Grapik, Objekte. Gemeinschaftsausstellung mit Heike Bachert

 

2015 Rauminstallation „Mandala“ für den Aufenthaltsraum der Firma Grip GmbH in Dortmund. 

 

2015 Rauminstallation „Mandala“ für die Musikschule TonArt in Schwerte

 

2017 Innenhoffest, Ausstellung der Arbeit „Strandsalat“ in Schwerte

 

Mai 2021 bis Oktober 2021 Reise und Filmdokumentation zum Thema LandArt

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PRESSE

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Sara Buschulte - Ausstellung Torhaus Rombergpark
Sara Buschulte - Ausstellung im Torhaus Rombergpark.tif
Sara Buschulte - Ausstellung im Torhaus Rombergpark